Veranstaltungsdaten

Traumatisierte Kinder und Jugendliche - eine neue Herausforderung im Unterricht?!
Veranstaltungs-Nr.: 2032G1303

Inhalt/Beschreibung

Die Fortbildung besteht aus 2 Terminen - die Daten entnehmen Sie bitte der Veranstaltung!

Die zweiteilige Fortbildung beschäftigt sich im ersten Teil mit den Grundlagen der traumasensiblen Pädagogik und den Auswirkungen von emotionaler Vernachlässigung und/oder Gewalterfahrung auf das Sozial- und Lernverhalten von Kindern. Im zweiten Teil setzen wir uns mit notwendigen Konsequenzen und konkreten Interventionen für den praktischen Schulalltag auseinander. Dabei geht es nicht darum, traumabedingte Probleme zu lösen oder gar Symptome zu behandeln, sondern durch Übungen die eigene Handlungskompetenz zu erweitern.

Der erste Teil konzentriert sich auf die Frage, welche Wechselwirkungen frühe Traumatisierungen mit der Bindungs- und Lernfähigkeit der Kinder haben.

Was versteht man unter einem Trauma?
Was bringt mir als Lehrer/Lehrerin ein differenziertes psychotraumatologisches Wissen im Umgang mit den SchülerInnen?
Welche Anzeichen deuten auf eine Traumatisierung hin?
Warum fallen die einen in der Schule auf, die anderen nicht (altersspezifische Symptombildung und Verhaltensunterschiede)?
W​​as passiert bei traumabedingter Stressverarbeitung im Gehirn?

Neben der Vermittlung von Basiswissen über Traumafolgereaktionen, werden wir uns genauer mit dem neurophysiologischen Zusammenwirken von traumatischen Erfahrungen und "auffälligem" Verhalten beschäftigen. Hier wird einerseits das enge Zusammenspiel von Affektregulation, dissoziativen Zuständen und Konzentrations- sowie Lernfähigkeit verständlich werden. Andererseits geben Erkenntnisse über Bindungsstile und -fähigkeit nach Entwicklungstraumatisierun​​g Aufschluss über Empathiefähigkeit, Sozialkompetenz und Lernfähigkeit betroffener Schüler und Schülerinnen.

Der zweite Teil, der auf den ersten aufbaut, hat einen interaktiven Schwerpunkt: In Kleingruppen können Sie erproben, welche Erst-Interventionen für den Unterricht tauglich sind. Dabei werden die Chancen und Grenzen einer traumasensiblen Herangehensweise im Klassenzimmer ganz praktisch ausgelotet.

Wie kann ich eine traumasensible Haltung im Unterricht einnehmen?
Wie kann ich auf betroffene SchülerInnen zugehen: Was sollte ich auf jeden Fall tun; was sollte ich unbedingt vermeiden?
Wie kann das Klassenzimmer zum "sicheren Ort" werden?
Wie kann ich einem Schüler in einem abwesenden (dissoziativen) Zustand helfen, sich im Hier und Jetzt zu re-orientieren?
Wie kann ich einen Schüler unterstützen, seine heftigen Affekte zu regulieren?
Wie kann ich eine verschlossene, in sich zurückgezogene Schülerin traumasensibel ansprechen?
Wie kann ich angemessen reagieren, wenn eine Schülerin traumabedingt sprunghaft in ihren Gedanken und auffällig häufig unkonzentriert ist?

Und nicht zuletzt:
An wen kann ich mich als pädagogische Fachkraft wenden, wenn ich zu diesem Thema weiterführende Unterstützung brauche?

Denn zur Erweiterung der Traumakompetenz im Schulalltag gehört neben den Entwicklungschancen für SchülerInnen und LehrerInnen auch das Erkennen und Akzeptieren von Grenzen, seien es persönliche in der Rolle als LehrerIn oder strukturelle im Rahmen von Schule und Bildungsauftrag.

Methoden​: Input, Austausch, Kleingruppenarbeit/Übungen​​ anhand von Fallbeispielen

Referentin​​: Mona Wittorf, Dipl.-Soz.-Päd., psychotherapeutische Heilpraktikerin, Fachberaterin für Psychotraumatologie, systemische Beratung, Selbstsicherheitstrainerin​​ (WenDo), Referentin für psychische Erkrankungen und Psychotraumatologie/Trauma​​pädagogik

Schwerpunkte/Rubrik:Prävention, Intervention, Beratung

Allgemeine Informationen

Fächer / Berufsfelder:
  • o.A.
Zielgruppen:
  • Lehrkräfte, Sozialpädagogen und Erzieher
Schularten:
  • Grundschule
  • Sekundarstufe I
  • Sekundarstufe II
  • Gymnasium
  • Stadtteilschule
Veranstaltungsart:Seminar
Gültigkeitsbereich:Hamburg
Leitung:Nina Kamp, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Dozenten:Mona Wittorf, Fachberaterin für Psychotraumatologie

Weitere Hinweise

Zusatzinformationen:Die Fortbildung besteht aus 2 Terminen: 10.9.2020 und 17.9.2020 jeweils 16-19 Uhr.

Alle Veranstaltungen


2032G1301 - 02.04.2020 - 23.04.2020 - Landesinstitut Hamburg, Felix-Dahn-Straße 3 und/oder Weidenstieg 29, 20357 Hamburg - Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung   Fällt aus

Traumatisierte Kinder und Jugendliche - eine neue Herausforderung im Unterricht?!

2032G1302 - 07.04.2020 - 21.04.2020 - Grundschule Thadenstraße, Thadenstraße 147 -, 22767 Hamburg - Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung   Fällt aus

SchiLF GS Thadenstraße: Traumatisierte Kinder und Jugendliche - eine neue Herausforderung im Unterricht?!

2032G1303 - 10.09.2020 - 17.09.2020 - Landesinstitut Hamburg, Felix-Dahn-Straße 3 und/oder Weidenstieg 29, 20357 Hamburg - Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung   ausgebucht

Traumatisierte Kinder und Jugendliche - eine neue Herausforderung im Unterricht?!


Untergruppen

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Anlagen

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Anbieter


Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Felix-Dahn-Straße 3 und Weidenstieg 29, 20357 Hamburg

tis@li-hamburg.de

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Termin

10.09.2020 16:00 Uhr bis 17.09.2020 19:00 Uhr

Dauer: 6 Stunden

Anmeldung

Eine Anmeldung an diese Veranstaltung ist nicht möglich, da sie ausgebucht ist.

Veranstaltungsort

Landesinstitut Hamburg, Felix-Dahn-Straße 3 und/oder Weidenstieg 29, 20357 Hamburg

Kooperationspartner

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