Diagnose von Begabung im Mathematikunterricht - Heterogenität unter die Lupe nehmen und Begabungen erkennen I Präsenz
Veranstaltungs-Nr.: 2612Q1221
Inhalt/Beschreibung
Gesamtzeit der Qualifizierung: 20 Stunden, davon 15 Stunden Veranstaltungszeit, 5 Stunden Distanzaufgabe. Interessierte Lehrkräfte melden sich zu den einzelnen Veranstaltungen an und erhalten darüber jeweils Teilnahmebestätigungen. Bei Besuch aller Veranstaltungen (insgesamt 15 Stunden) und der Anfertigung der Distanzaufgabe wird ein Nachweis über die „Qualifizierung zur unterrichtsintegrierten Förderung von leistungsstarken oder begabten Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht“ ausgestellt. Die Qualifizierung richtet sich an Mathematiklehrkräfte der Sekundarstufen und zielt auf einen Kompetenzerwerb zu folgenden Schwerpunktthemen ab: • Diagnoseverfahren, um mathematisch besonders leistungsstarke oder begabte Schülerinnen und Schüler zu erkennen und ihre Potenziale fachbezogen zu fördern • Lernumgebungen und Aufgabenformate, die individuelles Arbeiten ermöglichen und Begabung fördern; Analyse, Konzeption und Reflexion dieser Umgebungen und Aufgaben • Übungsformate, die leistungsstarke oder begabte Schülerinnen und Schüler kognitiv aktivieren und sie ihr mathematisches Potenzial entfalten lassen; Analyse, Techniken zur Aufgabenvariation und Reflexion
Beschreibung: „Nur“ intelligent oder schon begabt? Der Intelligenzforschung nach sind ca. 14% der Schülerinnen und Schüler als besonders begabt, 2% sogar als hochbegabt zu bezeichnen. Für Lehrende heißt das, dass statistisch in so gut wie jeder Klasse vier besonders begabte Schülerinnen oder Schüler und in jeder zweiten Klasse sogar ein(e) Hochbegabte(r) sitzt. Warum deckt sich dies nicht mit unseren Alltagserfahrungen? Was genau macht eine besondere Begabung aus? Und was heißt mathematische Begabung konkret? Kann ich diese im Unterricht überhaupt feststellen? An fast jeder Schule gibt es Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler in Form von Wettbewerben, Mathezirkeln, Forschergruppen usw.. Aber wie kann man als Lehrkraft diesen Schülerinnen und Schülern im eigenen Unterricht gerecht werden? Ziel eines inklusiven Unterrichts ist es, Lernangebote so zu gestalten, dass sie alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse ansprechen und individuell zu Lernerfolgen führen. Die Lehrkräfte beschäftigen sich in der Qualifizierung mit den wesentlichen Grundlagen der Begabtenförderung in Bezug auf den Mathematikunterricht und erhalten eine Übersicht über die unterrichtsrelevanten Aspekte im Umgang mit mathematisch begabten Schülerinnen und Schülern. Es wird aufgezeigt, welche Aufgabenformate besonders aktivierend und motivierend für begabte Schülerinnen und Schüler sind und wie man diese Aufgaben in den eigenen Unterricht integrieren kann. Zudem werden die Lehrenden dabei unterstützt, im Rahmen der Distanzaufgabe selbst Aufgaben zu konzipieren und auszuprobieren. Da die Phasen des Übens einen wichtigen Aspekt des Mathematikunterrichts darstellen, wird hinsichtlich der Begabtenförderung untersucht, wie man diese Phasen sinnstiftend und produktiv gestalten kann. Die Teilnehmenden verbinden theoretisches Wissen mit praktischen Übungen, probieren Aufgabenformate im Unterricht aus und tauschen sich über eigene Erfahrungen aus. Es ist geplant, dass die Veranstaltungen in ähnlicher Weise auch in folgenden Schuljahren angeboten werden, sodass die Qualifizierung nicht innerhalb eines Schuljahres abgeschlossen werden muss.
Zur Qualifizierung gehören die folgenden Pflichtveranstaltungen: Di, 30.09.2025 TIS-Nr. 2512Q1111 Substantielle Aufgaben Teil 1 Mo, 23.02.2026 TIS-Nr. 2612Q1221 Diagnose Mo, 30.03.2026 TIS-Nr. 2612Q1231 Produktives Üben Teil 1
Desweiteren sind zwei der folgenden drei Veranstaltungen zu belegen: Mo, 03.11.2025 TIS-Nr. 2512Q1141 Substantielle Aufgaben Teil 2 Di, 09.12.2025 TIS-Nr. 2512Q1151 Wettbewerbe, Spiele, WarmUps Mo, 04.05.2026 TIS-Nr. 2612Q1261 Produktives Üben Teil 2
Alle Veranstaltungen können auch einzeln angewählt werden.
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| Schwerpunkte/Rubrik: | Begabungsförderung |
Weitere Hinweise
| Zusatzinformationen: | Laut Intelligenzforschung sind 14% aller Menschen besonders begabt, 2% sogar hochbegabt. Für Lehrende heißt das, dass statistisch in jeder Klasse vier besonders Begabte und in jeder zweiten Klasse sogar ein(e) Hochbegabte(r) sitzt. Warum deckt sich das nicht mit unseren Alltagserfahrungen? Was genau macht mathematische Begabung aus? Kann ich diese überhaupt feststellen? Die Veranstaltung möchte Antworten auf diese Fragen geben. Sie wird mit Fehlvorstellungen zu (hoch)begabten Schüler(innen) aufräumen und einen Überblick über die Diagnostik (mathematischer) Begabung geben. Dabei stehen Verfahren im Mittelpunkt, die sich für Mathematiklehrende eignen, um mathematisch besonders Begabte zu erkennen. Auch die Frage, wie diese Verfahren in den Unterricht eingebunden werden können, soll beantwortet werden.
Diese Veranstaltung ist Teil der Qualifizierung zur unterrichtsintegrierten Förderung von leistungsstarken oder begabten Schülerinnen und Schülern im Mathematikunterricht und besonders geeignet für Lehrkräfte, die in Jahrgang 5 bis 13 unterrichten; eine Anmeldung ist für alle Lehrkräfte möglich. |
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