Erfahrungen und Lehren aus der Bearbeitung der Corona-Pandemie – Vergleiche aus Deutschland und Kanada I online
Veranstaltungs-Nr.: 2632G3101
Inhalt/Beschreibung
Was: Die Corona-Pandemie ist ein globales Phänomen, das alle Gesellschaften und ihre Organisationen, wie die Schule, stark herausgefordert hat. Kinder und Jugendliche gelten dabei als besonders gefährdet, negativ von deren Folgen in Bezug auf schulische Bildung betroffen zu sein. Mit dem Ziel mehr darüber zu erfahren, wie schulische Akteur:innen, v.a. Schü-ler:innen und Lehrpersonen, die Pandemie und damit verbundene Änderungen der Schul- und Unterrichtsgestaltung erlebt haben, haben wir diese befragt. Die Ergebnisse möchten wir gerne vorstellen und mögliche Perspektiven für den Fall weiterer Pandemien besprechen und diskutieren.
Wer wurde befragt: Es wurden Schüler:innen in Deutschland und Kanada aus (nicht) privilegierter Milieus sowie ihre Lehrpersonen befragt. Zentrales Anliegen der Studie ist es, Be-hinderungen und Ermöglichungen sozialer und akademischer Teilhabe von Schüler:innen nicht-/privilegierter Milieus, die die Pandemie in der vulnerablen Phase des Übergangs von Kindheit zu Jugend erlebt haben, vergleichend zu betrachten. Zudem sollen Ergebnisse der bundesweiten epidemiologischen Studien des UKE, in denen Schüler:innen zu den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf ihr Leben sowie zu ihrer psychischen Gesundheit be-fragt wurden, vorgestellt werden.
Was zeigen die Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass v.a. Schüler:innen aus nicht-privilegierten Milieus der Zugang zu schulischen Lehr-Lerninhalten als auch dem sozialen Gefüge der schulischen bzw. klassenbezogenen Gemeinschaft fehlte. Diese negativen Folgen zeigen sich v.a. in Deutschland. Dort waren die Schulen nicht nur kürzer geschlossen als in Kanada, sondern der Bildungserfolg ist auch jenseits von Pandemien weniger stark vom sozio-ökonomischen Kontext der Familie abhängig. Weitere Studienergebnisse weisen auf eine erhebliche seelische Belastung dieser Gruppe von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie und verdeutlichen die negativen Auswirkungen von Schulschließungen für die psychische Gesundheit.
Was wollen wir machen: Wir wollen die befragten Akteur:innen entlang zentraler Aussagen zu Wort kommen lassen und gemeinsam überlegen, welche Maßnahmen präventiv und während einer Pandemie ergriffen werden können, um Kinder und Jugendliche in dieser Phase zu unterstützen. Dabei möchten wir uns den Fragen widmen, wie Schulen besser auf zukünftige Krisen vorbereitet werden können, welche strukturellen Bedingungen zur Resilienz von Schüler:innen beitragen und was sich aus dem internationalen Vergleich für die deutsche Bildungspolitik lernen lässt.
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| Schwerpunkte/Rubrik: | Prävention, Intervention, Beratung |
Weitere Hinweise
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